Sonntag, 25. Februar 2018

Ice ice baby

Snow days. Beloved snow days. Nicht arbeiten zu müssen, können, dürfen, weil ...

... es über Nacht 15+ cm Neuschnee gab und der Räumdienst nicht hinterher kam. Gerne auch als Blizzard mit starkem Wind.
... es sooo kalt ist, dass man Schulkinder nicht an der Bushaltestelle warten lassen kann, weil die Gefahr von Erfrierungen besteht. Auch hier wird es mit Wind gerne noch gefühlt kälter, so minus 40 Grad.
... es gefrierenden Regen gab. Und das ist in unserem sechsten Winter hier neu, das gab es noch nie. Wir lernen nicht aus.

Angefangen hatte der gefrierende Regen schon am Montag Vormittag, bis zum Dienstagmorgen war dann ein 6-8mm dicker Eispanzer dazu gekommen. Kratzen sinnlos. Erst nach 15 Minuten Auto laufen lassen und voll aktivierter Front- und Heckscheibenheizung ließ sich der Eispanzer eben dort aufbrechen.

Und weil (bewegte) Bilder mehr sagen als Worte:








In der Nacht zu heute gab es dann noch einmal ein paar Centimeter Neuschnee. Der Winter hat Ausdauer ...

Donnerstag, 30. November 2017

Living with a toddler (part 2) ...

Montags geht Jakob nicht zum Tagesvater, sondern bleibt mit Papa zu Hause, ehe ich dann gleich nach der Arbeit nach Hause flitze und übernehme. Aus mir unverständlichen Gründen sieht Alex dann immer reichlich geschafft aus. "Ich hab's ja versucht, das Chaos im Zaum zu halten", begann er seine Verteidigungsrede, "aber du weißt ja, wie das ist ..."

"Folge dem Pfad der Zerstörung", fiel ich ihm da ins Wort und wir mussten beide lachen. Jakob sah uns nur verständnislos an und lachte dann doch noch mit.
Heute Abend dann wieder. "Warum steht der Topf auf dem Tisch?" fragte Alex. "Weil ich ihn nicht im Bett haben wollte", war meine ehrliche Antwort. Überhaupt, Töpfe haben es Jakob gerade angetan. Stapeln, "Musik" machen, kochen, durch die gesamte Wohnung schleppen. Da sehen die Legos ganz alt aus. Das beste Spielzeug ist doch immer noch das Spielzeug, das keins ist.

In drei Wochen sitzen wir drei im Flieger nach Deutschland. Über den Hinflug mache ich mir nicht so viel Gedanken, der ist über Nacht und zumindest Jakob wird den Großteil der Zeit schlafen. Zurück wird interessanter ... Mal schauen, ob wir bis dahin wieder das Spielzeug finden, mit dem er sich ewig beschäftigen kann. Seine Stapelbecher, die diesen Job noch im Sommer hatten, haben leider ausgedient. Und Mamas Topfset macht sich im Handgepäck auch schlecht.


Ach so: Neulich auf dem Rückweg vom Spielplatz.

Sonntag, 12. November 2017

Another weekend



Da schreibt der Mann doch ungefragt einfach mal einen Gastbeitrag für den Blog. Da muss ich hier ja bald gar nichts mehr machen ... ;) (Doch, ungefragt kommentieren. In kursiv.)

Vor Alex' Bericht müsste man noch den Mini-St. Martin-Laternenumzug stellen, den wir hier am Freitag abend mit anderen deutschsprachigen Familien abgehalten haben. Von uns waren auch amerikanische Freunde dabei, die über die vielen selbstgebastelten Laternen, Martinslieder, Glühwein und Weckmann sicherlich sehr gestaunt haben. Jakob hat seine Laterne lieber gehauen statt sie zu tragen - also habe ich das übernommen.

(c) M. Panzer
Ein Wochenende mit Jakob

Freitag abend habe ich wieder einmal Jakobs Lego Duplo komplett verbaut in ein Monstrum, das irgendwas zwischen Zug & Raumschiff darstellen sollte. Völlig egal - Hauptsache, es kann fahren. Der schöne Nebeneffekt ist, dass dabei auch unser Wohnzimmer etwas aufgeräumter wird. Ich habe das Legodingens dann nach nebenan gebracht - Jakob hatte sich die letzten Tage nicht mehr wirklich dafür interessiert, was Papa da zusammengebaut hatte, also nehmen wir es einfach mal aus dem Blickfeld.

Samstag morgen war ich dann zeitig wach (hab ich mich vielleicht gewundert!) und habe Bagel geholt und war vorher noch kurz auf Arbeit um am DSC eine neue Probe zu laden. Beim Bagel holen war alles wie immer - ich habe mein Sätzchen aufgesagt (Ein halbes Dutzend bitte - 2 Whole Wheat, 2 12 Grain und 2 Blueberry Bagel). Dann gab es daheim Frühstück. Der Sohnemann hat sich sogleich über einen der beiden Blaubeerbagel her gemacht und bevorzugt die Marmelade davon runtergelutscht. Zur Krönung (eher als Sättigungszeichen) landete dann ein signifikantes Stück Bagel in meinem Kaffee - ich war zu langsam. Nach dem Frühstück war Jakob dann wieder in Wohnung unterwegs und hat sich wohl gewundert, wo sein Lego abgeblieben war. Schnell hatte er es gefunden und vom Regal runtergezogen. Natürlich hat sich das Konstrukt dabei schön zerlegt und Jakob ist wieder etwas erschrocken von einem Bein aufs andere gestampft - in Rumpelstilzchen-Manier. Dann haben wir mit Sandras Eltern geskypt und Mittag gegessen.

Am Nachmittag nach Jakobs und meinem Mittagsschlaf waren wir dann bei meinem Arbeitskollegen Pinaki daheim, wo es grade seine frische geborene Tochter zu bestaunen gibt. So klein war Jakob nie. Glaube ich. Uns wurden Weintrauben angeboten, die der Sohn allerdings nicht mochte.  Überhaupt - wie immer musste er erst mal auftauen, da die Umgebung ungewohnt und die Leute fremd waren. Nach einer halben Stunde ist er dann aufgetaut und durch das Apartment gelaufen. Leider hatte er auch die schöne mit Teppich gepolsterte Treppe gefunden, die zur Eingangstüre runtergeht. 5 der 8 Stufen hat er problemlos gemeistert - dann ging er in den Tiefflug über. Gelandet ist er weich, allerdings hatte er sich die Lippe blutig gebissen. Für uns war das erst mal ein Schock gewesen (wobei mich nach einigen Spielplatzstürzen eigentlich nichts mehr schockt, nur eben die Frage, wo kommt das Blut her, wie viel, wie lange noch). Wir haben nicht aufgepasst. (Das ist eben der Nachteil, wenn man sich unterhalten will. Dabei stand Alex oben an der Treppe.) Andererseits - der Sohn hat was gelernt. Als wir uns wieder verabschiedet haben, ist er ganz vorsichtig und mit Hilfe diese "böse" Treppe runter.

Abends dann das übliche Prozedere. Es gibt Abendbrot und danach macht Sandra Jakob bettfertig und ich kümmere mich um die Küche. Als der Sohn dann am Einschlafen war, bin ich nochmal kurz auf Arbeit und habe die nächste Probe ins DSC geladen.


Sonntag morgen kam der Sohn freudestrahlend zu meinem Bett. Das macht er häufig und ich finde es immer toll, wenn er sich freut mich zu sehen (wenigstens einer, ne?;) ). Dann hat er erst mal Puzzle einsortiert - "ab 2 Jahren" steht drauf, aber ist trotzdem kein Problem mehr für ihn.
Bald darauf gab es dann Restefrühstück - Bagel, Challahbrot und Toast. Ich habe vergessen bei meinem Kaffee ein frisches Pad reinzulegen. Entsprechend furchtbar bzw. dünn war das Ergebnis.

Danach ging es wieder zu Stabile - nächste Probe ins DSC laden und an einem Mayo Computer die Health Benefits anpassen (Jakob auch mit in die dental insurance aufnehmen, das sollte bis zum 2. Geburtstag passiert sein). Auf dem Weg dahin hab ich Müll weggebracht und Jakobs Schaf wiedergefunden. Das lag neben der Mülltonne. Das muss er dort verloren haben vor drei Tagen, als ich mit ihm Müll runter gebracht habe. Und ich hatte mich auf dem Weg zur Daycare noch gewundert, dass Jakob wirklich ohne Schaf aus dem Haus gegangen ist.

Sohn hat dann auf Stabile gelernt, dass man auf Drehstühlen wunderbar Karussell fahren kann und er ist bestimmt drei mal tönend über die Flure von Stabile 6 gelaufen. Und Computermäuse waren natürlich wieder mal sehr interessant - hier auf Arbeit aber noch mit Kabel - von daher doof.

Danach ging es zum Einkaufen. Da möchte der Sohn nun mittlerweile alles Mögliche zu sich in den Wagen ziehen - muss man halt aufpassen. Nach dem Mittagessen haben er und ich uns wieder gemeinsam hingelegt. Am Nachmittag haben wir dann wieder Bilder geschaut, Lego gebaut und Jakob hat "Peek a boo" mit einem Marmeladenglas gespielt. Zum Abendbrot gab es Suppe und anschließend ging Sandra wieder mit dem Sohn ins Bad. Ich habe die Küche gemacht und bin dann nochmal auf Arbeit gefahren.

Morgen früh bin ich dann wieder bis 11 mit dem Sohn alleine ...

Kurzum: Vollkommen ereignislos, langweilig wie immer - außer eben dem kleinen Martinsumzug.

Dienstag, 7. November 2017

Living with a toddler (part 1) ...

Ein Gastbeitrag:

"Hallo, ich bin Jakob, ich bin schon fast 18 Monate alt und groß und stark genug, um den vollen 1,5 Liter Brita-Pitcher von der Küchenarbeitsplatte zu ziehen und Mama ins Wohnzimmer entgegen zu tragen.

Mama war ganz aufgeregt, hat mir den Pitcher abgenommen und wieder in die Küche gestellt, diesmal eins höher, damit ich da nicht mehr ran komme. Schade! Aber ich habe gemerkt, dass da nun voll die große Pfütze in der Küche ist - und ich platsche und stapfe doch so gerne im Wasser. Das hat Spaß gemacht! Aber Mama kam mit einem großen Lappen und einem Handtuch und hat gemacht, dass die Pfütze wieder verschwindet. Schade!

Warum sind eigentlich meine Socken jetzt nass? Und warum rutsche ich auf dem PVC in der Küche aus? Das war doch eben noch nicht so, da muss ich mich mal lauthals beschweren. Und Mama meine Schuhe bringen."


Und ich dachte, Jakob würde nur wieder zum Kühlschrank rennen und "Gesse" verlangen ... Und da hörte ich es auch schon plätschern. Bis man dann vom Boden hoch ist ... Aber so kam ich wenigstens mal wieder dazu, die Küche zu wischen, auch wenn ich sonst weniger Wasser nehme.

Langweilig wird es hier nicht.

Montag, 6. November 2017

The Little German Café

Dinner or party invitations (party, haha, it's more likely that we all are sound asleep by 9pm instead ...) are rare when you have a toddler, trust issues and no relatives nearby. We occasionally have brunch with friends and Jakob tagging along - no problem. And then there is this little German Café with very, very limited hours ...

In case you were wondering: No, there is no German café or restaurant in town (some say Daube's is, but ... nah). The little German café is our apartment, of course, with made from scratch German cake and pastries, open and accessible only by invitation.

Last Sunday I felt like baking again. 10 adults and two toddlers in our living room - it was certainly cozy! Coffee, tea, Schokokuchen (or flour free brownies) and Russischer Zupfkuchen, jokes and conversation = an awesome Sunday afternoon.

Russischer Zupfkuchen literally translates to Russian Tug Cake. The most accurate translation might be Pulled Chocolate Cheesecake. It is certainly not Russian, but a staple in every German bakery; homemade or store bought. And it's yummy! Made from scratch, of course. Only 3/4 of the chocolate crust dough make the crust, the remaining 1/4 is pulled apart and put on top as patches, partly covering the cheesecake-like filling. So, chocolate plus cheesecake - a win-win combination!

Oh, by the way, that's how the second to last piece looks like in case my description was patchy sketchy.


So, here is the little German Café's not-so-secret recipe. I usually work with a scale when baking and am pro-metric so the conversion is up to you ... :P

Russischer Zupfkuchen (in 9in round baking/pie dish - "Springform" in German)

For the crust knead a dough out of:
125g soft butter
100g sugar
1 large egg
240g whole wheat pastry flour
1.5 tbsp baking powder
25g unsweetened cocoa powder
- put in the fridge to cool while preparing the filling

Filling:
140g powdered sugar
3 large eggs, seperated
1 package (8oz) Neufachtel cream cheese
400g Plain Greek Yogurt (0% or 2%)
pinch of salt
1 tbsp vanilla
1-2 tbsp lemon juice
60 g butter, melted
20g starch (corn or potato)

Directions:
1. Beat the egg whites and the salt until stiff, cool in fridge.
2. Mix yolks, cream cheese, Greek Yogurt, melted butter, vanilla and lemon juice until creamy. Then add powdered sugar and starch until smooth.
3. Fold egg whites in mixture. Put mixture aside.
4. Grease baking dish. Evenly distribute 3/4 of the dough on the bottom plus a raised one inch border.
5. Pour cream cheese mixture into bed of chocolate dough.
6. Pull remaining 1/4 dough into pieces, flatten them and put them all over the filling.
7. Bake in a preheated oven at 350°F for about 45 minutes. Cake shall not become too dark (if that's the case, cover with aluminium foil), but the middle shall no longer be wobbly when you move the dish. Remove from oven, let cool at room temperatures for two hours and in the fridge for about two hours more.
8. Enjoy!


The original German recipe calls for Quark. Since Quark is unavailable here or worth its weight in gold (Elli's flavored varieties cost about $1.50 for 5oz while about four times as much cost half of it in Germany), I have found that a 50/50 mix of Greek Yogurt and Neufachtel Cream Cheese works best.

Soon the Weihnachtsbäckerei (baking for Advent and Christmas) will begin, too!




Freitag, 3. November 2017

Neuerfindung - Neudefinierung - Neuanfang

So etwa anderthalb Jahre lang gab es nichts mehr zu lesen im alten Blog. Ein Zeitraum, der sich so ziemlich genau mit Jakobs Lebensalter deckt. Kein Zufall. Da jetzt noch wieder etwas zu posten, fände ich pathetisch.

Ein Neuanfang also, wie er mir schon länger im Kopf herumschwirrte.

Mit den drei Themen, die inzwischen mein oder unser langweiliges Familienleben dominieren:
#German: So langsam wundert uns nicht mehr viel bei den alltäglichen Unterschieden. Dennoch: Der Papierkrieg bleibt bestehen, langweilig wird es nicht. Dazu kommen dann zunehmend auch noch Erziehungsfragen bikultureller und bilingualer Art.

#Math: Ich bin nach einem Schuljahr (unbezahlter) Elternzeit wieder zurück an meiner Schule. Dieses Jahr könnten die 7. und 8. Klasse nicht verschiedener sein. Die Jüngeren sind vor lauter Enthusiasmus kaum zu bremsen, die Älteren ... manchmal habe ich das Gefühl eine Mauer zu unterrichten. Könnte auch an der ersten Stunde liegen.

#Mama: Und dann ist da ja auch noch der Schnubbs, nun schon fast anderthalb Jahre alt. Und daher zwangsläufig für die eine oder andere Überraschung gut.


Manche Posts werden auf Deutsch sein, andere auf Englisch, je nachdem, wie es gerade kommt. Ich habe so das Gefühl, dass die meisten aus meinem Klassenzimmer auf Englisch sein werden - weil es eben meine "Berufssprache" ist.

So viel zu den Vorsätzen, zu denen auch das Schreiben von mehr, aber kürzeren Posts gehört. Mal schauen.

Ice ice baby

Snow days. Beloved snow days. Nicht arbeiten zu müssen, können, dürfen, weil ... ... es über Nacht 15+ cm Neuschnee gab und der Räumdien...